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  • Sandra Koch | Beetkultur

Die letzten Tomaten

Beim Lesen der Überschrift bitte einen eigenen dramatischen Unterton zufügen. Denn ja, es sind die letzten eigenen Tomaten, die wir für dieses Jahr ernten konnten.

Die Pflanzen sind ausgebuddelt und dem Kompost zugeführt. Grüne Tomaten wurden in der Kammer zum Nachreifen gelagert.


Es war ein großartiges Tomatenjahr. Wenn man vom Sommer bis in den November hinein keine Tomaten kaufen muss, möchte man von einem perfekten Tomatenjahr sprechen.

Dieses Jahr habe ich vier Pflänzchen von meiner Voranzucht zu Hause behalten. Zwei Pflanzen “Schönhagener Frühe“ (gelbe) & zwei der Sorte „Salattomate Matina“. (rote) Beide waren anspruchslos, haben die Hitze (im Gewächshaus) wunderbar weggesteckt & uns mit unzähligen, ausdauernd nachreifenden Früchten versorgt. Geschmacklich sind beide hervorragend. Süß und säuerlich mit viel Fruchtfleisch, aber auch saftig, nicht zu sämig.


Es sind beides super Sorten, Biosaatgut, sehr zu empfehlen. Beide wären auch für’s Freiland geeignet gewesen. Sie waren nicht zu dicht belaubt, ich bin ja kein Fan vom Ausgeizen und auch hier konnten sie perfekt meinem Anspruch entsprechen.


Heute habe ich die letzten Tomaten aus der Kammer geholt, ingesamt hatte ich gerade nochmal 1,5 - 2 Kilo Tomaten zum verarbeiten hier. Nö, ich habe nicht gewogen und wie so oft frei Schnauze gekocht.

Tomatensauce war das Ziel, einige waren schon sehr reif und dafür super passend.

Wie von mir gewohnt, habe ich auch das Rezept simpel gehalten.

Zwei Knoblauchzehen, Salz, Pfeffer, Oregano, Rosmarin mitgekocht und mit einem Schuss Agavensirup abgeschmeckt. Das Ganze püriert und mitsamt Schale und Kernen abgefüllt.

Wer das nicht mag, streicht die Sauce durch ein Sieb. Da aber die Schale wunderbar weich wurde, habe ich mir die Mühe nicht gemacht, wir mögen das auch so.


Tomatenglück im Glas, heiß abgefüllt und im Kühlschrank gelagert, ist sie bis ins Frühjahr haltbar, wenn sie bis dahin nicht eh weggemümmelt würde.


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