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  • Sandra Koch | Beetkultur

Wasserminze - ein kurzes Pflanzenportrait

Aktualisiert: Juni 16

Wasserminze, die einzige Minzsorte, die ich gezielt identifizieren kann und zwar aufgrund ihres prominenten Standortes.

Sie wächst nämlich seit zwei Jahren in unserem Gartenteich.


Die Wasserminze oder Bachminze ist im Gegensatz zur klassischen Pfefferminze milder und bekömmlicher. Man kann sie daher daher sehr gut als Tee genießen.

Hin und wieder mixe ich auch andere Minzsorten dazu.



Angesiedelt haben wir die Minze absichtlich. Wie viele andere Minzen wuchert sie ganz gut und breitet sich von allein unter Wasser über Wurzelausläufer fort. Man muss daher zwischendurch auch mal rigoros krauten, und darf ordentlich zurückschneiden, da sie sich sonst zu sehr breit macht. Steht sie günstig, wächst sie sehr schnell. Der Ausdünnungsschnitt sollte im Herbst erfolgen, wir haben unsere jetzt im Ende Februar reduziert und sie hat es uns nicht übel genommen.



Für die Insekten ist die Minze im Teich ein echter Gewinn. Die Blüten sind eher hellrosa bis blass violett, ziemlich unscheinbar und wirken nicht ganz so flauschig und farbintensiv wie bei unseren Minzarten. Geradezu etwas wässrig. Bienen und Hummeln lieben die Blüten der Menta Aquatica, die von Juni bis September ausdauernd blühen kann. Sie darf ruhig sehr sonnig stehen, besteht aber auf dauerfeuchtem Boden.



Die Blätter sollten möglichst vor der Blüte für den Verzehr geerntet werden und können frisch wie auch getrocknet zubereitet werden. Wie die klassische Pfefferminze spielen auch bei der Wasserminze ätherische Öle, Gerbstoffe und Bitterstoffe eine Rolle. Sie sind aber nicht so dominant und aggressiv wie bei anderen Arten.


Wasserminze bedarf keiner besonderen Pflege und ist mir neben der Marokkanischen Minze und meiner Ananasminze die liebste Minzart. Die Blätter sind eher glatt, vorne rund und nicht so krass gezackt und kraus wie die Marokkanische Minze. Sie wird im Flachwasser bei 5 cm - 20 cm etwa 20 cm - 40 cm hoch. Neben den klassischen Teichpflanzen eine besondere Teichbepflanzung, die wir empfehlen können.


Gerüchterweise wurde sie im 17. Jahrhundert in einem englischen Arzneigarten mit der Grünen Minze gekreuzt. Daraus entstand dann der heute bekömmliche & beliebte Pfefferminztee.


Und den kann ich jetzt, wann immer ich will und nicht nur zur „good old english Teatime“, auch trinken.

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