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STAND DER DINGE

Wie man an einen Kleingarten kommt...

April 8, 2017

In meinem ersten Blogpost habe ich bereits angerissen, wie es dazu kam, dass wir uns für einen Kleingarten entschieden haben. Für alle, die auch mit dem Gedanken spielen, sich ein Gärtchen zuzulegen, habe ich hier mal versucht zusammenzubringen, was für die Entscheidung und Umsetzung nötig sein kann.

 

Zunächst einmal sollte man sich überlegen, ist man eher der Typ für einen Kleingarten in einem Verein oder wäre vielleicht "Grabeland" oder ein "Mitmachbeet" die bessere Wahl. Ein Verein z.B. unterliegt gewissen Satzungen und Regeln und Ordnungen, denen es zu folgen gilt. Wer Vereinsmeierei nichts abgewinnen kann, der sollte sich nicht für einen Kleingartenverein entscheiden. 

 

Wir waren zunächst auch zögerlich. Wir sind sehr oft durch die wunderschöne, kleine Anlage spaziert, haben uns über die Vielseitigkeit der dortigen Gärten gefreut und immer wieder auf der Aushangtafel (die findet man meist an den Eingängen zur Anlage) geschaut, welche Gärten frei sind. Wir sprachen andere junge Gärtner dort an und fragten sie aus. Es stellte sich heraus, dass die Anlage von einem liberalen, recht jungen Vorstand geleitet wird. Und das war uns wichtig, auch, dass wir Strom & Wasser dort haben. Wir wollten einen Schrebergarten. Wie zu Omas Zeiten. 

 

Aushangtafel vom Verein - so ähnlich sicher an / in jeder Kleingartenanlage zu finden.

 

 

Ein Garten hatte es uns besonders angetan. Dort hingen wir immer wieder über dem Zaun und malten uns in unseren kühnsten Träumen aus, was wir hier tolles machen würden. Im Garten stand eine Hollywoodschaukel. Dicker Pluspunkt. (Es hätte ja gut sein können, dass der Vorpächter die mitnimmt, aber das war uns egal) Man wird ja wohl träumen dürfen. 

 

Vorweg: keiner von uns beiden hat nennenswerte Vorkenntnisse. Einfach machen  und sich klar sein, dass das Arbeit wird, an die man sich lange und fest bindet, ist der Schlüssel. Ist ein ganz kleines bißchen wie die Entscheidung für ein Tier oder Kind, um das es sich zu kümmern gilt, das Leben wird sich ändern. Man übernimmt eben für etwas Verantwortung. 

 

Man kauft das Haus (vom Vorpächter), man pachtet das Gelände (vom Verein). Die Entscheidung welcher Garten, sollte auch beinhalten, welche Art Hütte / Haus dort steht. Holz oder Steinhaus - das ist nicht nur ein Wertunterschied, der sich im Kaufpreis niederschlägt. Auch was die spätere Pflege angeht, der Unterschied ist wichtig. Im Verein wird gemeinschaftliche Wegepflege betrieben. Wir haben durch einen Eckgarten von zwei Seiten Weg, den es zu pflegen gilt. Wem das zuviel Arbeit wird, sollte sich lieber für ein Grundstück mittendrin entscheiden. 

 

Unser Garten ganz am Anfang... 

 

 

Die Entscheidung liegt aber nicht bei einem selbst. Der Vorstand ist der Boss. Auf der Webseite vom Verein haben wir nützliche Tipps und Hinweise gefunden, die wir dann umgesetzt haben. Unser Verein hat feste Termine, zu denen man kommen kann, denn man bewirbt sich für einen Garten. So richtig mit Bewerbungsbogen und Vorstellungsgespräch. Es kann gut sein, dass es viele Bewerber auf ein Gärtchen gibt. Dann sollte man sich nicht zu sehr auf einen bestimmten Garten eingeschossen haben. Man möchte doch eh die eigene Note verleihen. 

 

Wir hatten Glück. Mehrfach. Gärten wurden normaaaaalerweise zum November übergeben. Dann hat man aber nicht mehr viel vom ersten Gartenjahr, wenn man schon im Juli oder gar Frühjahr mit der Bewerbung beginnt. Wir machten alles mit: das Bewerbertreffen, gingen zum Sommergrillfilmabend im Verein, liessen uns alle Gärten zeigen, obwohl wir uns auf "unseren" eingeschossen hatten, wir beantworteten die "fünf Fragen" (geheim) 😂 und sprachen mit der Vorpächterin. Hier kam wieder das Glück ins Spiel. Wir waren die einzigen Bewerber auf unseren Garten. Die Vorpächterin wollte so schnell wie möglich raus. Wir wurden quasi inoffiziell schonmal aufgenommen, wir durften so schon vorher in den Garten. Ende Juli war es da. 

 

Erst Ende September, an meinem Geburtstag ❤️, wurde es dann offiziell. An dem Tag war dann auch direkt die erste Gemeinschaftsarbeit. Auch die gehört im Verein dazu. Zweimal im Jahr muss jeder Pächter für die Gemeinschaftsflächen aktiv werden. Morgens 08:00h mit Handschuhen und Gummistiefeln bewaffnet, tritt man an. "Alles für den Dackel, alles für den Club!" 

 

Wir bereuen nix. Das erste Jahr war großartig. Was wir alles erlebt haben, folgt in einem der nächsten posts. 

 

Edit: Auf dem "Hauptstadtgarten Blog" gibt es gerade einen sehr ausführlichen post zur gleichen Thematik. Carolin, die Hauptstadgärtnerin, hat Ihre Erfahrungen und Erkenntnisse in eine spitzenmäßige "Checkliste" verpackt, die noch sehr viel mehr in die Tiefe geht als mein Beitrag. Lest den Artikel unbedingt, wenn Ihr Euch einen Schrebergarten zulegen wollt und Euch bleiben einige negative Erfahrungen erspart, so viel steht fest. 

 

Habt Ihr weitere Fragen zu diesem post, fehlt Euch eine Info, dann schreibt mir bitte. sandra@beetkultur.de 

 

Übrigens, bei instagram unter @beetkultur gibt's tägliche updates aus dem Gärtchen. 

Und auch ab und an unter @beetkultur bei twitter.

 

 

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