August 25, 2018

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STAND DER DINGE

Kleiner Saftladen...

July 26, 2017

...so hätte man unsere Küche in den letzten Wochen öfter mal nennen können, denn irgendwie bin ich durch unsere vielen Johannisbeeren auf den Geschmack gekommen. Schließlich muss hier nicht geprokelt und gepult werden, um möglichst keine Nupsies und Stielchen von den kleinen Früchten in der bitteschön samtweichen Johannisbeerkonfitüre zu haben. Aber fangen wir von vorn an.

 

Im letzten Jahr zog eine liebe Freundin um und war der Meinung, da sie nun keinen Garten mehr hätte und überhaupt auch nicht so viel Platz, könnte man den Dampfeinkocher doch vielleicht bei uns im Gartenschuppen unterbringen. Naja, Platz ist dort genug im Regal und somit stimmte ich zu. Mit der Vorstellung selber zu entsaften, konnte ich mich angesichts der verschiedenen Bauteile des großen Topfes allerdings nicht wirklich anfreunden. Somit pulte und prokelte ich letztes Jahr alles Nupsies und Stielchen von den roten und schwarzen Johannisbeeren, um leckere und samtweiche Konfitüre zu kochen. Das klappte auch sehr gut, zumal die Ausbeute im letzten Jahr noch überschaubar war.

In diesem Jahr hatte ich allerdings die Vorratskammer bereits mit Erdbeer- und Sauerkirschkonfitüre gefüllt und es war klar, dass wir niemals so viel süßen Fruchtaufstrich essen würden können, wie sich inzwischen angesammelt hat. Ich erinnerte mich also an die Aussage von meiner Freundin: Da kannste alles mitsamt Stielen etc. reinwerfen und dann kocht man den Saft raus. Kurzerhand suchte ich mir im Internet eine Beschreibung zwecks richtige Zusammensetzung der einzelnen Topfelemente zusammen und legte los. Also erst pflückten wir natürlich die Mengen ab und trugen die Beute stolz nach Hause. Dann tauchten neue Fragen auf.

 

Wieviel Saft gewinnt man denn überhaupt aus wieviel Früchten?

Und wieviel Zucker muss man da dranmachen?

Wo bekomme ich eigentlich Flaschen her?

 

Suchmaschinen sei Dank findet sich ja im Internet auf fast jede Frage jede Menge Laienexpertenwissen. Wir hatten in etwa 5,7 Kilo Früchte zusammen getragen. Davon zwackte ich ein wenig (700g) für 2 weitere Gläser Konfitüre ab - ja, was sein muss, muss sein. Die Zuckerfrage brachte folgende Faustformel hervor: Auf 1kg Johannisbeeren sollte man 200 - 250g Zucker nehmen. Ich war natürlich null vorbereitet und es ließen sich ohnehin nur 600 g auftreiben. Passte dann halt so.

 

 Eigentlich hätte ich gerne Literflaschen mit Gummistöpseln gehabt - aaaaaaaaber - in der Kürze der Zeit ließen die sich hier nicht so ohne Weiteres auftreiben. Die gleiche Freundin, von der ich den Dampfentsafter habe, meldete sich lustigerweise genau im richtigen Moment und brachte dann vom Xenos ein paar 0,5l Flaschen mit Schraubverschluss mit. Am Ende wurden aus den 5 kg Früchten ca. 4,3 Liter richtig feiner Johannesbeersaft, Dickflüssig, beinahe wie Sirup, aber viel geschmacksintensiver , so dass man auch ohne Weiteres mit Wasser strecken kann. Und wie ich einleitend schon schrieb, ich bin auf den Geschmack gekommen. Ich liebe es nämlich am Wochenende ausgiebig und mit frischem Saft zu frühstücken.

 

Nachdem wir dann letzten Sonntag einen riesigen Korb Sommeräpfel geschenkt bekamen, habe ich Montagabend kurzerhand wieder den Entsafter angeschmissen. Da ich von der Johannisbeerschlacht keine weiteren Fotos gemacht habe, hier stellvertretend in diesem Beitrag vom Saftgelage Anfang der Woche ein paar Bilder. Bei Äpfeln nimmt man auf jeden Fall nur 100g Zucker auf 1kg Früchte, wobei ich finde, dass man sicher je nach Sorte auch noch weniger nehmen kann. Klar ist mir inzwischen auch, man braucht ordentlich viele Äpfel, Der Ertrag ist nämlich nicht annähernd so, wie bei Johannisbeeren.

Aus 3 KG Äpfeln haben wir gerade mal 1,5 l Saft gewonnen. Ich bin wirklich froh über die 0,5l Flaschen. So habe wir einfach wenigstens gefühlt mehr davon.

 

 Gut aber auch, dass wir noch jede Menge Äpfel bekommen können, um das Saftlager für den Herbst und Winter noch weiter zu füllen.

 Vor allem kann ich nur empfehlen sich hier die Arbeit zu machen die Äpfel zu schälen und zu entkernen. Aus einem einfachen Grund. Das, was vom Dampfgaren übrig bleibt, ist nämlich im Prinzip ganz feiner, astreiner Apfelmus, den man heiß zur Aufbewahrung für später in Gläser füllen kann. Man kann so gleich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Unbedingt zu empfehlen ist auch, evtl. faule Stellen rausschneiden, damit der Geschmack nicht verhunzt wird. Wer will kann den Saft auch noch filtern, wir mögen ihn aber naturtrüb, daher ist er für uns bereits perfekt so wie er ist. Ich freue mich jetzt schon auf die nächste Saftaktion,

 

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