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STAND DER DINGE

Grünkohl - for the first time

December 9, 2017

Das Gartenjahr ist für mich eigentlich seit dem Tag vorbei, an dem die Veranstaltungssaison wieder begonnen hat. Also bereits seit Anfang Oktober. Von einem “goldenen Herbst” konnten wir ja nicht gerade sprechen und wenn ich aus dem Büro oder von Veranstaltungen kam, der Mann auch, dämmerte es bereits oder es war sogar schon dunkel. 

 

An den Wochenenden sah es nicht viel besser aus. Es regnete oder wir mussten arbeiten. Das Gärtchen herbstete also recht  allein vor sich hin, sah aber immer noch ganz schnieke aus. 

 

Und ganz nebenbei wuchs und reifte und gedieh unser mit Liebe selbstgezogener Grünkohl auf einem kleinen Beet so vor sich hin. 

 

Wir haben das Gärtchen jetzt zwei Gartenjahre begleitet. Es hat ein Gewächshaus bekommen. Es wurden neue Pflanzensorten ausprobiert. Es wurden gute und schlechte Erfahrungen gemacht. So ein Garten ist einfach ein wunderbarer Lehrmeister und ein herrliches Versuchsfeld. 

 

Grünkohl war ein ganz neuer Versuch. 

 

Die Idee auch im Winter noch etwas zu ernten, gefiel mir sehr. Gefällt mir auch  immer noch. Auch wenn wir soviel Arbeit hatten, dass der Mann am Ende mit Tachenlampe durchs Beet huschen musste, um den Grünkohl rechtzeitig zu ernten. 

 

 

Und dann stand ich da vor meinem “Berg” Kohl. Ich habe bisher noch nieeeeee Grünkohl verarbeitet und auch überhaupt maximal dreimal Grünkohl in meinem Dasein gegessen. Was hatte mich nur bewogen selber Grünkohl zu einer genießbaren Mahlzeit verkochen zu wollen? Wie geht das? Dazu noch für Freunde? 

 

Ich sach mal so, et lohnt sich nicht, dass man das für zwei macht. Daher der Gedanke für Freunde zu kochen. 

 

Ich habe mir einfach aus dem Internet ein klassisches Rezept ausgeguckt und dann anhand dessen gefreestylet. Meine Variante ist nix für Vegetarier, erst recht nix für Veganeraugen & -Herzen.

 

Wir haben ca 1 Kg von ca. 2 Kg verarbeitet. Der Rest wartet im Gefrierfach auf eine weitere Session. Es wurden fünf Kasselerscheiben, zahlreiche Speckwürfelchen und sechs Mettenden „verwurstet“. Ich habe einen Fehler gemacht, der sich am Ende als glücklicherweise verschmerzbar rausstellte. 

 

Ich vergass den Kohl nach dem Waschen zu hacken. Habe den, wie er war, blanchiert und man, sah der gut aus! So ein herrliches grün und so schön kraus. 

 

 

Ich kam an diesem Tag so gegen 21Uhr von der Arbeit. Der Mann hatte alles vorbereitet.  Der Kohl wurde gründlich gewaschen, entschneckt (drei Minislugs, fast schon niedlich) und dann blanchiert, abgegossen, aus Zwiebel angedünstet, mit Gemüsebrühe aufgegossen und dann 45 min mit Kasseler und Speck gekocht.

 

Gegen 23 Uhr war alles fertig un der Feinschliff wurde dann am Tag drauf vorgenommen. Was sich erst als nötiges Übel ausgab, war zuletzt bestimmt der Grund für denn super Geschmack. Der Kohl war super durchgezogen. Alles schmeckte rund. Glücklicherweise war er so weich gekocht, dass sich das vergessene Hacken nicht als Problem herausstellte. 

 

Ich kochte dann erst die Mettenden bei den letzten 15 Minuten mit, schmeckte mit Senf & Pfeffer und ner Prise Zucker ab und dickte mit einem pflanzlichen Saucenbinder ohne Eigengschmack an. Ich hatte nämlich keine Haferflocken im Haus, die man zum Andicken mitgekocht hätte. 

 

Das Ende vom Lied? Wir hatten so einen Hunger, ich kann Euch heute nur ein Bild vom Rest zeigen. Der Kasseler hat den Abend nicht überlebt.

 

Mein Fazit? Das wird wiederholt und ich freue mich jetzt schon unglaublich auf das neue Gartenjahr, um tolle Gemüse auszuprobieren! 

Ich bin happy, das war ein Erfolg! 

 

Euch wünsche ich an dieser Stelle eine wunderbare Weihnachtszeit und möge die Zeit zum neuen Gartenjahr nicht zu lang werden! 

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