August 25, 2018

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STAND DER DINGE

Von Saat und Ernte

August 12, 2018

Vergangene Woche war ich nach Münster eingeladen, am Donnerstag 09.08. fand dort im Volmarygarten ein Gartenbloggertreffen statt. Und Leute, das war ganz wunderbar, ich werde die Tage auch noch ausführlicher hier davon berichten.

 

Neben der Tatsache, dass ich in Münster mit vielen weiteren, großartigen Gartenbloggern zusammen traf, es war quasi DAS Branchentreffen der Gartenblogger, lernte ich auch mir durch ihre Fotos und Blogs bereits ans Herz gewachsene Mitblogger wie unter anderem Gartenbaukunst, Hauptstadtgarten, Rienmakäfer und auch WirGartenKinder oder auch Der Kleine Horrorgarten endlich persönlich kennen. Vor allem löste das Treffen in mir aus, dass ich auch mal wieder mehr veröffentlichen könnte. Der letzte Beitrag ist schließlich schon wieder eine ganze Weile her.


Ich denke ja immer, mir fehlen die Themen, aber eigentlich ist das Quatsch. Ich bin nur zu selektiv, glaube manchmal, dass etwas nicht unbedingt erzählenswert ist und dann bin ich eben auch sehr bequem. Ein Garten hat doch aber immer wieder was Neues zu bieten. Und manchmal können die Dinge noch so profan wirken, sie sind es nicht. Wenn sie auch nur für einen einzigen Menschen eine tiefere Bedeutung haben, sind sie es wert erzählt zu werden.

Beetkultur ist eine Art Gartentagebuch, es führt über Fotos und Texte durch das ganze Gartenjahr. Am meisten liebe ich ja tatsächlich die Fotografiererei, ein Bild erzählt eben sehr schnell eine Geschichte und jeder kann für sich selbst interpretieren. Das geschriebene Wort nagelt einen irgendwie fest. Auch wenn im Netz alles editierbar ist, das ist ja nicht der Ansatz. Man will ja schon was mit Bestand schaffen.

Und schon manifestiert sich der Gedanke. Wie ein Samen, er wächst und gedeiht, manchmal weißte gar nicht, wo genau der plötzlich hergekommen ist & zack hat er sich eingenistet.

 So ging es mir übrigens dieses Jahr mit dem Dill. Der sich natürlich nicht wie es mir gut in den Kram gepasst hätte im benachbarten Kräuterbeet angesiedelt hatte, sondern im Hochbeet am Zaun. Ich vermute ein Vogel hatte den Samen an Bord. Da Dill ohnehin auf meiner Liste der auszusäenden Kräutern stand, durfte er aber bleiben.


Es ist eine hübsche, zierliche Pflanze mit am Ende unzähligen Samen, die raus in die Welt wollen. Eine unkontrollierte Dillinvasion galt es allerdings zu vermeiden. Daher habe ich heute mal fix die Dillsamenernte in Angriff genommen.

Dill hat viele großartige Eigenschaften. Das enthaltene Carvon wirkt antibakteriell. Stillende Frauen können den Milchfluss durch einreiben mit Öl aus Dillsamen anregen und wer zuviel Luft im Darm hat, kann da auch mit Tee aus den Samen gegen wirken. Zudem wirkt Dill beruhigend.

Ach und dann wären da auch noch der Geschmack und vor allem der Duft. In der thailändischen Küche wird Dill häufiger für Fleisch-Currys, allerdings ohne Zugabe von Kokosmilch verwendet, Kokosgeschmack harmoniert offenbar nicht mit der Dillwürze. Hierzulande verfeinert man häufig Fischgerichte & würzt Einlegegürkchen mit Dill.

 

Ich finde ja, dass die Dolden an sich sehr hübsch aussehen. In meinen hatten sich zudem einige Marienkäferlarven bevorzugt eingenistet. Dill scheint auch auf sie eine besondere Wirkung zu haben. Bei der Ernte heute habe ich sogar noch einen frisch geschlüpften fertigen Käfer und die Larvenhülle, der er entwachsen war, gefunden.

Nächstes Jahr werde ich die Aussaat von Dill jedenfalls nicht mehr dem Zufall überlassen, jetzt habe ich ja einige Samen gewonnen und werde sie reinvestieren. Bei der Ernte der Samen sollte man übrigens einigermaßen behutsam sein, denn die Dolden verhaken sich gern untereinander und dann springt der Samen überall hin. 

 

Einen Teil der Samen werde ich mit nach Hause nehmen und zu einem passenden Gericht rösten und dem Essen damit eine ganz besondere Note verleihen.

 

So "wild" der Dill sich bei mir auch im Gärtchen eingenistet hat, einen festen Platz in meinem Gartenherzen kann er für sich beanspruchen.

 

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