Riesenkürbis, Beeren und ein kaputter Kühlschrank

Den Hashtag #Ernteglück konnte ich im letzten Jahr tatsächlich recht oft verwenden, die Ernte ist sogar zum Teil herausragend gut gelaufen, so gut, dass ich manchmal nicht mehr mit der Verarbeitung hinterherkam. Daher wurden z.B. die Beeren fast komplett eingefroren. Erdbeeren, Himbeeren, Brombeeren und Heidelbeeren z.B., dazu weiße, rote und schwarze Johannisbeeren. In der Gemüsekiste in unserer Küche stand zudem seit dem Herbst ein Riesenkürbis unter argwöhnischer Beobachtung. Der war von den Gartennachbarn zu uns rüber gewachsen. Die Beeren waren schön im Gefrierfach - aus den Augen, aus dem Sinn.


Am vergangen Sonntag war es dann aber soweit, der Kürbis bekam eine kleine braune Stelle und mir war klar, jetzt kann ich es echt nicht länger hinauszögern den zu verarbeiten, wenn ich nicht wollte, dass er schlecht wird. Der beste Mann der Welt hatte sich eingelegten Kürbis gewünscht, ich war eher für ein Chutney und ich wollte zusätzlich Kürbissuppe kochen und haltbar machen.


Es hieß also: Ran ans Werk! Ich schnitt den, wie ich fand, prächtigen Kürbis an und habe dann aber erstmal nur die eine Hälfte aufgeschnitten, geschält, entkernt, die weichsten Stellen rausgenommen und in einem Topf für das Chutney beiseite gestellt. Dann habe ich den Rest gleichmäßig gewürfelt. Inzwischen war klar, dieser Kürbis ist groß genug, um alles aus ihm zu machen: Einlegen, Chutney und Suppe kochen. Zuerst wurde ein sehr leckeres Chutney gekocht.

Weil es aber schon recht spät war, so ein Chutney kann man schon recht lange kochen, stellte ich die fertig geschnittenen Würfel erstmal in den Kühlschrank, auch die zweite Hälfte vom Kürbis. Ich hatte gehofft, dass ich dann spätestens am Dienstag, wenn die neuen Deckel da sind, weitermache. Schöner Plan, leider machte uns aber dann unser Kühlschrank einen Strich durch die Rechnung, indem er einfach mal so Geist aufgab und das Zeitliche segnete. Auf die Schnelle mussten jetzt nicht nur der restliche Kürbis, sondern auch mindestens ein Kilo weiße Johannisbeeren und die oben genannte Beerenmischung verarbeitet werden.


Lange Rede, kurzer Sinn, Vier Flaschen weißer Johannisbeersirup, zwei Gläser Beerengrütze, sechs Gläser Kürbissuppe und nochmal drei Gläser eingelegter Kürbis sind am Ende dabei rausgekommen. Ich hoffe es schmeckt so wunderbar, wie alles aussieht. Die Suppe konnte ich probieren, sie ist ziemlich gut geworden, schmeckt leicht nussig, ein wenig nach Champignons. Der eingelegte Kürbis duftet zumindest schonmal sehr gut, der Mann meinte, dass es wie in seiner Erinnerung duften würde.

In der Zwischenzeit haben wir dann noch gearbeitet und mal eben einen neuen Kühlschrank gesucht und auch gefunden. Der Gefrierschrankanteil ist bei dem Neuen jetzt größer, ich kann also noch mehr einfrieren, was ich ziemlich super finde.




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